In dieser Stadt habe ich gelebt.
An ihre StraBennamen erinnre ich mich nicht,
aber ich erinnre mich an die Häuser —
sie strahlten Würde und Kälte aus.
Es hat oft geregnet.
Von den Zehenspitzen der Dämmerung
perlte Wasser
in herbstlicher Trauer,
und nur einige Passanten, anonym,
kreuzten den Platz
unter einem Firmament aus schwarzem Stoff.
In den finsteren Uniformmänteln der Bäume
verblassten die Kriegsorden wie
auf dem Boulevard die Bronzelampen.
Über Besiegte und Sieger wurde nicht gesprochen.
Ein Mädchen, jeden Morgen,
trauriger als ein herabgesunkenes Blatt,
durchsichtiger als die VerheiBung,
kreuzte mit einem Wölkchen aus Milch im Netz
meinen himmelgrauen Blick
und verschmolz mit dem Haus gegenüber.
Manchmal huschte ihr Gesicht, wie der Mond,
an den Fensterscheiben vorbei ...
und weiter ...
Ihr zuliebe versuchte ich,
die Sprache des Schweigens zu lernen.
Ich sage nicht, in welcher Stadt das ist.
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