Er hat keinen Namen,
den blauen Faden
seines Körpers
werdet ihr auf keiner
der Weltkarten
entdecken.
Er flieBt
zwischen Steinen
und Sträuchern entlang
mit dem Geist klaren Wassers;
cr gleitet unter
der hölzernen Briicke
den Händen der Wäscherinnen durch,
die Röcke schürzend
wie luftigeWolken;
er plätschert unter dem Herzschlag
winziger Wasserspinnen
und des Vogelgesangs —
er entspringt vor meinen Augen
und plappert.
... spricht mit sich selbst —
hört sich selbst zu ...
Ich stehe am Ufer,
schaue ins Wasser,
und es ist nicht wichtig,
ob der Fluss groB ist
oder nur klein,
ob um ihn Kriege geführt
oder Lieder erfunden wurden,
wenn ich gemeinsam mit ihm
abwärtsflieBe
und weiter hinunter,
und noch weiter hinab —
bis zum Meer,
zu den Schatten derToten,
den Geheimnissen
derer, die vor mir gelebt haben:
ohne Namen,
ohne Sprache,
bis zu den Doppelfenstern ihrer Brillen
mit Meer gefüllt.
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