Mitternacht. Die Welt voll Geheimnis.
Durch die Sträucher
fliegen, wie buschige Meteoriten,
die Eichhörnchenschwänze:
wo werden sie innehalten,
was treibt sie? — Geheimnis.
Das Zwinkern des Uhus gleicht
einer Chiffre aus unbekannten Zeichen —
mit wem wird er wohl sprechen,
wen wird er wohl rufen? — Geheimnis.
Das herrliche Waldhorngeschrei der Hirsche
trägt von weither
einenTon voller Wünsche:
den Beginn der Liebe
oder des Tods? — Geheimnis.
Sie ziehen vorbei, wie langsame Wolken,
wie die mitternächtlichen Soldaten der Hoffhung
die Augen verquollen, das Hemd aufgeknopft, nachlässig,
und das Metall ihrer Knöpfe
blitzt am Himmel —
wo werden sie innehalten,
an wem werden sie vorübergehen? — Geheimnis.
Ein Moment,
zerrissen vom Krächzen der Hähne,
in der Finsternis fallen die Kleider
hinter die Wölbung des Hügels.
Verfolgt von
heiserem Hundegebell,
Schafgetrappel
auf den Balkonen, über denWeg,
im Ausatmen des Winds ...
Und das bleiche Antlitz des Morgens
zeigt sich mit geröteten Wangen,
das runde Kuchenblech der Sonne rollt
über den Bauch der Anhöhe auf der anderen Seite —
und bringt Frieden,
Frieden,
für alle ...
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